Blocken
Mit Blocken bezeichnet man das Vorgehen, eine feindlichen Armee gezielt mit einzelnen Einheiten anzugreifen, damit die Bewegung der Armee durch die Kämpfe verzögert wird. Blocken ist extrem zeitaufwändig und erfordert ein dauerhaftes Online sein für viele Stunden. Der maximal mögliche Effekt durch das Blocken beträgt 15 Minuten Verzögerung pro Feld.
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Allgemeine Funktionsweise
Normalerweise verliert eine laufende Armee, die auf eine einzelne feindliche Einheit trifft oder von ihr angegriffen wird, keine Zeit für die Bewegung durch den Kampf. Die Zeit des Kampfes zählt mit bei der Bewegung der Armee, und gegen eine einzelne Einheit gewinnt eine Armee eigentlich immer in einer Runde, sodass der Kampf also immer 15 Minuten dauert. Beginnt der Kampf aber weniger als 15 Minuten vor dem nächsten Feldwechsel der Armee, so verzögert sich die Bewegung: der Kampf dauert länger als die Zeit bis zum nächsten Feld, und die Zeit wird nicht zur nächsten Bewegung mitgenommen. Für Einzelheiten siehe auch den Artikel zur Bewegung (Abschnitt zu Bewegungsverzögerung durch Kampf).
Das Ziel beim Blockes ist es also, die feindliche Armee möglichst kurz vor deren Feldwechsel mit einer einzelnen Einheit anzugreifen. Die Zeit, die der Kampf länger dauert, als die Bewegung auf das nächste Feld, wird die Armee "geblockt"; die Bewegung wird so lange verzögert.
Um dies erreichen zu können, muss man vorher wissen, wann die Armee auf das nächste Feld wechseln wird. Das heißt, man muss wissen, wann genau sie das letzte Feld betreten hat, berechnen, wann sie das nächste Feld erreichen wird (nebenbei muss man also auch noch vorhersagen, welches das nächste Feld der Bewegung sein wird - daher werden oft mehrere Felder vorsorglich 'beblockt'). Dann startet man seine einzelne Einheit ("Blocker") so, dass sie wenige Minuten vorher auf dem Feld ankommt. Da es meistens nur etwas bringt, wenn man das häufig wiederholt, ist der gesamte Vorgang sehr zeitaufwändig und man muss praktisch die ganze Zeit spielen.
Versucht man, den Gegner zu blocken, so kann dieser natürlich auch versuchen, einen selbst zu blocken, bzw. den Blocker zu blocken ("Gegen-Blocken"). Die Erfolgsaussichten sind je nach Situation unterschiedlich; in einigen Situationen kann man durch geschicktes Vorgehen sicher erfolgreich sein, während es manchmal nur darauf ankommt, wer die Aktionen des anderen besser voraussagt, wenn beide Spieler online sind und sich gegenseitig blocken wollen. In jedem Falle ist Geschwindigkeit (für beide Seiten) beim Blocken von Vorteil, weil sie größere Zeitfenster öffnet.
Im Folgenden werden die beiden häufigsten Anwendungsszenarien erläutert, und gute Strategien zum Blocken bzw. zum Verhindern des Blockens vorgestellt.
Verlangsamen einer verfolgenden Armee (Blocken von vorne)
Dieses Szenario ist wohl der häufigste Anwendungsfall des Blockens. Die eigene Armee wird von einer stärkeren gegnerischen Armee eng verfolgt, die etwas schneller oder gleich schnell ist (sei es, weil die Armee von sich aus schneller ist, oder weil der Gegner Straßen baut). Der Gegner ist vermutlich online und folgt immer dem Weg der eigenen Truppe - man kann ihm also nicht durch Hakenschlagen entkommen.
Dasselbe gilt, wenn eine feindliche Armee auf eine eigene Stadt zu läuft, jedoch bereits Entsatz unterwegs ist - der allerdings etwas zu spät kommt. In beiden Fällen kann auf die gleiche Art versucht werden, den Gegner durch Blocken zu verlangsamen.
Strategie zum Blocken
Da der Gegner einen verfolgt (bzw. auf die eigene Stadt zu läuft), ist man quasi immer vor ihm (bezogen auf seine Laufrichtung). Die Einheiten laufen sozusagen von selbst in Position zum Blocken: man kann auf jedem Feld eine Einheit aus der Armee ausklinken und sie zum Blocken zurückschicken. Auch hier gilt natürlich, dass man bei jedem Schritt wissen muss, wann die gegnerische Truppe das nächste Feld betreten wird, um den Blocker kurz vorher angreifen zu lassen. Wenn dies klappt, verliert der Gegner bis zu 15 Minuten pro Feld; das ist z.B. bei Bewegung 5 mehr als der Unterschied zwischen Steppe und Hügel (bei schnelleren Einheiten macht es noch deutlich mehr aus).
Einfach ist es, wenn man auf einem Feld mit vielen Bewegungspunkten steht (z.B. Bergwald), und der Gegner auf einem mit wenigen (z.B. Grasland). Dann braucht der Gegner länger auf das eigene Feld als andersherum, und man kann den Blocker in Ruhe losschicken. In der entgegengesetzten Situation muss der Blocker schon losgeschickt werden, bevor der Gegner das Feld überhaupt betritt - hier sind dann Rechenkünste gefragt (und eine gute Voraussicht, was der Gegner machen wird).
Strategie gegen das Blocken
Was kann man in der Rolle der verfolgenden Einheiten tun, um nicht in dieser Form geblockt zu werden? Das hängt von der Zusammensetzung der Armee ab. Hat man in seiner Armee Truppen, die schneller sind als der Großteil der Armee (also z.B. ein Infanterie-Heer (Bewegung 5) mit ein paar Reitern (Bewegung 7-8)), kann man sich gegen das Blocken wehren. Haben die Einheiten aber alle die gleiche Geschwindigkeit, so hat man keine Möglichkeit, das Blocken zu verhindern, wenn der Blocker keinen Fehler macht und nur von vorne blockt. Um Fehler zu provozieren, ist es immer hilfreich, unerwartete Aktionen durchzuführen. Je mehr man den Gegner unter Stress setzt, desto größer die Wahrscheinlichkeit für Fehler.
Hat der Verteidiger einen Reiter zwischen seinen Infanteristen, kann er das Blocken von vorne verhindern, indem der Reiter voraus läuft. Optimalerweise sollte er das nächste Feld stets 14 Minuten vor der Haupttruppe erreichen, dann kann die Truppe noch für höchstens eine Minute geblockt werden, und es besteht nicht die Gefahr, dass der vorlaufende Reiter sterben könnte.
Die vorlaufende Truppe könnte nun auch versuchen, von der Seite zu blocken, was allerdings durch das Aussenden von Reitern auf die Felder der Blocker verhindert werden kann. Nur bei ungünstigem Terrain ist man manchmal machtlos: wenn der Blocker auf einem Bergwald steht, während ich auf der Wiese vorbeilaufen will, hat auch ein Reiter schlechte Karten, das Blocken zu verhindern.
Aufhalten einer fliehenden Armee (Blocken von hinten)
Dies ist das gegenteilige Szenario des eben beschriebenen: eine jagende Truppe möchte eine davonlaufende Armee erwischen, die gleichschnell ist (oder schneller, aber man selbst kann sich noch Straßen bauen etc.). Normalerweise kann man sie nicht einholen, aber mit geschicktem Blocken ist die Armee möglicherweise aufzuhalten. Das Blocken einer vorlaufenden Einheit funktioniert nur, wenn man in seiner Truppe schnellere Einheiten hat als die Truppe selbst ist (z.B. Reiter zwischen Infanterie), oder weitere Einheiten in der Gegend zum Blocken herangezogen werden können, die in Laufrichtung vor dem Gegner stehen.
Strategie zum Blocken
Weiß man die Zeiten des gegnerischen Feldwechsels, so kann man seine vorausreitende Einheit so auf das Feld schicken, dass sie etwa eine Minute bevor der Gegner das Feld verlässt einen Kampf beginnt. Dadurch kann die gegnerische Truppe pro Feld bis zu 15 Minuten aufgehalten werden (solange einem nicht die Reiter ausgehen).
Strategie gegen das Blocken
Diese Form des Blockens kann man verhindern, indem man die Blocker selbst blockt (bzw. mit einer einzelnen Einheit angreift, wenn sie schwach sind). Das Blocken von hinten lässt sich immer verhindern, wenn man online ist, und man muss auch nicht unbedingt auf die Bewegungszeiten des Gegners achten: hat man genug schwache Einheiten, die man zum Blocken verwenden kann, so kann man bei jedem Feldwechsel eine Einheit dem blockenden Gegner so entgegenschicken, dass sie das zurückliegende Feld 14 Minuten bevor die Armee das Feld verlässt erreicht. Hat der Angreifer mehrere Felder zur Auswahl (weil etwa 2 Grasfelder auf den hinter mir liegenden Feldern sind), kann man zur Sicherheit auf alle einen Anti-Blocker schicken. So wird das Blocken verhindert.