Mythologie

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Im Folgenden wird die Hintergrundgeschichte zur Entstehung der Welt von Andaloria beschrieben. Für weitere Informationen siehe Rassen.

Inhaltsverzeichnis

Die Entstehung der Welt

Die Bezwingung der Großen Leere

Im Anbeginn von Zeit und Raum war Nym, die Urschöpferin allen Lebens. Doch der Kosmos wurde beherrscht von Lor, der Großen Leere, und Nym fühlte sich einsam und allein in der finsteren Weite des Universums. So schuf Nym aus dem Äther der Großen Leere Sternenstaub und aus diesem die feurigen Seriden, die Sterne des Kosmos, um Licht und Wärme in das Dunkel von Lor zu bringen. Als sie sah, wie die Strahlen der unzähligen Sonnen die Finsternis der Großen Leere zurückdrängten, war ihr Herz mit großer Freude erfüllt.

Da ihr das Universum aber immer noch weit und leer schien, formte Nym aus dem Sternenstaub weitere Himmelskörper und gab ihnen den Namen Useri, das bedeutet Sternenwelten. Doch im Gegensatz zu den Sternen war ihre neue Schöpfung von steiniger Natur und besaß weder die Wärme noch die Strahlkraft ihrer geliebten Sonnen. Um die Useri dennoch am Licht ihrer ersten Schöpfung teilhaben zu lassen, ließ Nym stets mehrere Sternenwelten um jeweils einen der strahlenden Seriden kreisen.

Als Nym sah, wie Useri und Seriden die Große Leere des Kosmos gemeinsam durchliefen und sich gegenseitig Trost in der unendlichen Weite von Lor spendeten, war sie sehr zufrieden mit ihrem Werk. Doch erinnerte es die Urschöpferin auch an ihre eigene Einsamkeit, was sie sodann mit großer Trauer erfüllte, denn sie wollte die Freude über ihre Schöpfung mit anderen teilen. So formte Nym aus ihrem Leib zwei Wesen nach ihrem Ebenbild und nannte sie ihre Zwillingssöhne, Aderan und Akash, der war der jüngere von beiden. Die Brüder liebten ihre Mutter sehr und bestaunten ihr Werk mit Ehrfurcht und tiefer Bewunderung.

Als Nym sah, dass ihre Söhne von der derselben Liebe zu ihrer Schöpfung erfüllt waren wie sie selbst, beschloss sie ihr Werk gemeinsam mit Aderan und Akash fortzusetzen. So lehrte sie ihre Söhne sowohl den Umgang mit dem strahlenden Feuer der Seriden als auch mit der steinigen Erde der Useri und unterwies sie in der Macht der Schöpfung. Aderan und Akash zeigten sich wissbegierig und lernten rasch, was Nym mit großem Stolz erfüllte. Daher beschloss sie, die Useri der Obhut ihrer Söhne anzuvertrauen, und schuf aus dem restlichen Sternenstaub zwei weitere Elemente, Luft und Wasser, auf dass Aderan und Akash die Useri nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten konnten.

Sogleich machten sich die beiden Brüder ans Werk und gemeinsam verteilten sie Wasser und Luft auf jenen Sternenwelten, die nach ihrem Empfinden unter allen Useri am schönsten waren. Doch Nym war enttäuscht, dass ihre Söhne nicht allen Sternenwelten die gleiche Aufmerksamkeit zuteil werden ließen und die Schönheit und Harmonie der Schöpfung in ihrer Gesamtheit nicht erkannten.

Daher beschloss sie, dass Aderan und Akash fortan nur noch die Verantwortung für eine einzelne ebenjener Sternenwelten haben sollten, die die beiden Brüder bei ihrem Schaffen so verschwenderisch mit Luft und Wasser bedacht hatten. So kam es, dass die Zwillingsbrüder von der Urschöpferin nach Nysan geschickt wurden, das bedeutet Welt der Verbannung. Nym liebte ihre Söhne sehr und hoffte, dass Aderan und Akash mit ihrem Wirken auf einem einzelnen Useros lernen würden, die Harmonie der gesamten Schöpfung zu begreifen und zu respektieren.

Die Götter von Nysan

Die Verbannung von Aderan und Akash

Die beiden Brüder waren sehr betrübt über die Strafe ihrer Mutter, da sie sich keiner Schuld bewusst waren, denn sie hatten alles nur getan um das Herz von Nym zu erfreuen. So beschlossen Aderan und Akash die Gunst der Urschöpferin zurück zu gewinnen, indem sie die Gestalt des ihnen anvertrauten Useros zu perfektionieren suchten. Zuerst teilten die Brüder die Wasser von Nysan und schufen eine große Landmasse in den Weiten der Meere. Diesem riesigen Urkontinent gaben sie den Namen Andaloria, das bedeutet Land der Götter. Doch die Weiten inmitten des Wassers waren öde und leer, woraufhin Aderan und Akash gemeinsam überlegten, wie man das Antlitz der Sternenwelt verschönern könne.

So schufen die beiden Brüder Seen und Flüsse, Berge und Täler, Hügel und Ebenen, doch noch immer waren sie nicht zufrieden mit ihrem Werk. Daraufhin entsannen sich Aderan und Akash der Lehren von Nym über die Macht der Schöpfung und formten aus dem Äther des Kosmos unzählige Samen unterschiedlichster Art, die sie in ganz Andaloria verteilten.

Zu ihrer Freude beobachteten die Brüder, wie die Samen unter dem Wirken der vier weltlichen Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser sogleich anfingen zu sprießen und Wurzeln zu schlagen. So entstanden Baum und Strauch, Blume und Kraut, Gras und Gestrüpp. Doch noch immer war Andaloria bis auf das Rascheln der Winde in den Wipfeln der Bäume und das Rauschen der Meere an den Küsten des Urkontinents von einer einsamen Stille erfüllt.

Daher nahmen Aderan und Akash abermals den Äther und formten daraus Kreaturen von verschiedenster Natur. Mit ihrem göttlichen Odem hauchten die Brüder den zuvor geschaffenen Wesen die Kraft des Lebens ein und verteilten sie in den Meeren, Wäldern, Gebirgen und Lüften von Nysan. So erblickten Fische und Vögel sowie die Tiere der Steppen, Wälder und Berge das Licht der Welt.

Endlich zufrieden mit ihrem Werk und von Stolz erfüllt zeigten Aderan und Akash ihre Schöpfung Nym, die tief berührt war von den Bemühungen ihrer Söhne. Zugleich erkannte die Urschöpferin, dass Aderan und Ashak Nysan als schönsten aller Useri betrachteten und bei ihrem Wirken nicht nach Gleichgewicht, sondern nach Perfektion trachteten. Daher formte Nym aus ihrem Leib abermals Wesen nach ihrem Ebenbild in der Hoffnung, dass Aderan und Akash von ihren Geschwistern lernen würden, die Harmonie der Urschöpfung zu erkennen. So kamen die Söhne der Nym zu göttlichen Schwestern und Brüdern, mit denen sie fortan gemeinsam über Nysan wachen sollten.

Aderan und Akash betrachteten ihre Geschwister zunächst als Rivalen und waren enttäuscht über Nyms Entscheidung. Doch mit der Zeit stellten die beiden Zwillingsbrüder fest, dass sie ebenso viel von ihren Geschwistern lernen konnten wie diese von ihnen und so begann das Zeitalter des Friedens und der Wunder von Nysan. Während Aderan und Akash als einzige Götter die Geheimnisse des Äthers sowie der Schöpfungskräfte kannten und somit mächtiger als all ihre göttlichen Geschwister waren, hatten diese wiederum Wissen und Macht über einzelne Sphären Nysans, die die Kenntnisse von Aderan und Akash übertrafen.

Das Zeitalter der Wunder

Pantheon
Sphäre Gottheit
gut böse
Feuer Hestos ♂ Fenora ♀
Erde Thermena ♀ Rondok ♂
Wasser Fluvus ♂ Lakia ♀
Luft Aivana ♀ Torkas ♂
Sein Inara ♀ Novero ♂
Nichtsein Somnos ♂ Dilara ♀

Da waren zunächst die Götter von Feuer und Flamme, von Wärme und Licht. Unter allen göttlichen Geschwistern waren Hestos und Fenora diejenigen, die sich am besten auf das erste der vier weltlichen Elemente verstanden. Doch während Fenora die glühende Hitze der Flammen und ihre zerstörerische Kraft faszinierte, erfreute sich Hestos am Licht und der Wärme des Feuers, welches der Beginn allen schöpferischen Lebens war. In den Geheimnissen von Fels und Stein, Berg und Tal waren Thermena und Rondok am besten bewandert. Thermena liebte fruchtbare Ackerböden sowie Edelmetalle und Gemmen aller Art und erfreute sich an der Handwerkskunst, die daraus Gegenstände großer Schönheit zu erschaffen vermochte. Rondok hingegen fühlte sich von den finsteren dunklen Kavernen und unterirdischen Welten der Berge angezogen, in denen er Metalle unterschiedlichster Art zu nützlichen Werkzeugen formte. Von Beginn an standen sich Hestos, Fenora, Thermena und Rondok sehr nahe und formten viele Wunder Nysans wie Golems oder flüssiges Feuer gemeinsam und erfanden die Schmiedekunst, die sie allein nicht zu wirken vermocht hätten. Zusammen gebieten sie über die Sphären, die heute als Elementarmagie bezeichnet werden.

Die Gebieter über Meere, Flüsse, Bäche, Teiche und Seen waren Fluvus und Lakia, die alle Gewässer Nysans ihr Zuhause nannten. Doch während Lakia sich an den dunklen Untiefen der Meere und Seen sowie den reißenden Stromschnellen der Flüsse erfreute, liebte Fluvus die sanften Wellen der Meere, die seichten Ufer und Furten der Flüsse sowie alle fröhlich dahin plätschernden Wasserläufe von Nysan. Aivana und Torkas waren von allen Göttern die einzigen, die die vier Winde Nysans zu lenken vermochten und die Herrscher der Lüfte genannt wurden. Torkas beherrschte den eisigen Nordwind sowie den schneidenden Ostwind und erfreute sich an Stürmen und wirbelnden Winden von Herbst und Winter. Aivana gebot über den warmen Südwind sowie den feuchten Westwind und liebte dagegen die milden Lüfte und sanften Brisen von Frühling und Sommer. Auch Fluvus, Lakia, Aivana und Torkas hatten von Anfang an eine stärkere Beziehung zueinander als zu allen anderen ihrer Geschwister und verbanden ihre Kräfte, um stärkeren Einfluss in Nysan zu gewinnen. So kam es, dass ihre gemeinsame Domäne heute als Naturmagie bekannt ist, denn niemand beeinflusst Flora und Fauna, Wetter und Witterung stärker als diese vier.

Magische Sphären
Feuer + Erde Elementarmagie
Luft + Wasser Naturmagie
Sein Gesegnete Magie
Nichtsein Todesmagie

Doch mit der Erschaffung von Pflanzen und Tieren hatte auch eine neue Kraft Einzug in die Sphären gehalten, deren Wirken Aderan und Akash nicht vorausgesehen hatten. Es war die Kraft der Vergänglichkeit, die den Göttern bisher unbekannt gewesen war: Jedem Tier und jeder Pflanze in Andaloria war nur eine bestimmte Zeit des Seins auf der Welt der Verbannung vergönnt, deren Beginn die Geburt und deren Ende der Tod markierte. So kam es, dass auch die Sphären von Sein und Nichtsein unter den Göttern ihre Meister fanden.

Inara und Novero waren die Wächter der Geburt, der Schöpfung und des Seins in all seinen Facetten. Die Gefühle der Freude und der Liebe, des Glücks und der Zufriedenheit sowie die Kunst der Heilung und des Schutzes waren die Bereiche, denen sich Inara verpflichtet fühlte. Novero hingegen war der Herr über Hass und Neid, Pech und Unzufriedenheit sowie der Meister der schöpferischen Neuerungen. Ihre Domäne ist heute als Gesegnete Magie bekannt, denn ihre Kräfte sind auf alles Lebende und die Bewahrung der Schöpfung ausgerichtet. Das Reich des Todes, der Zerstörung und des Nichtseins war der Herrschaft von Somnos und Dilara unterstellt. Während Dilara die Herrin von Schmerz und Leid, Krankheit und Verzweiflung, List und Tücke sowie des qualvollen und gewaltsamen Sterbens war, beherrschte Somnos die Domänen von Trost und Hoffnung, Linderung und Schlaf, Todesmut und Aufopferung sowie des sanften und natürlichen Todes. Diese Sphäre ist heute unter dem Namen Todesmagie bekannt, da ihre Macht vor allen Dingen auf Schwächung und Vergänglichkeit beruht.

Unter allen Geschwistern Aderans und Akashs waren diese Zwölf am mächtigsten und die Meister ihrer jeweiligen Sphären, auch wenn es noch weitere Schwestern und Brüder gab, die über göttliche Macht verfügten. Eine Zeit lang lebten die göttlichen Geschwister in friedlicher Eintracht und wachten gemeinsam über die Sphären von Nysan, obwohl Aderan und Akash gekränkt waren, dass ihre Mutter ihnen weitere Geschwister zur Hilfe gesandt hatte anstatt sie für ihre Mühen mit der Rückkehr an ihre Seite zu belohnen.

Die Schöpfung der Rassen

Die Hybris der Götter

So kam es, dass sich die beiden göttlichen Zwillinge nach einiger Zeit erneut dazu entschlossen, das Wohlwollen Nyms durch weitere Schöpfungen zu gewinnen, die alles bisher Dagewesene übertreffen sollten. Dazu erbaten Aderan und Akash die Hilfe ihrer mächtigsten Schwestern und Brüder, die diese erfreut gewährten.

Als erstes schufen Aderan und Akash zusammen mit Fluvus und Lakia sowie Aivana und Torkas aus Wasser, Luft und Äther die Rasse der Elfen. Die Erstgeborenen waren von schlanker Gestalt sowie hohem Wuchs und sollten ein Spiegelbild der Schönheit Nyms sein. Um die Urschöpferin zu ehren, schützten die Götter die Elfen vor der Vergänglichkeit Nysans und so kam es, dass Elfen bis heute weder Krankheit noch Verfall kennen und keines natürlichen Todes sterben können. Da ihre Schöpfer die Götter der Lüfte und Wasser Nysans waren, fühlten sich die Erstgeborenen von Anfang an zu der Naturmagie hingezogen und ließen sich in den Wäldern nahe der Flüsse und Seen nieder. Als die Götter sahen, wie gut ihnen ihre Schöpfung gelungen war, freuten sie sich sehr und Aderan und Akash beschlossen, eine weitere Rasse das Licht von Nysan erblicken zu lassen.

Zusammen mit Hestos und Fenora sowie Thermena und Rondok nahmen die beiden Brüder Feuer, Erde und Äther und formten daraus Gestalten von untersetzter Statur, die Zwerge. Doch Somnos und Dilara wollten nach den Elfen nicht auch noch bei den Zweitgeborenen hinnehmen, dass ihre Geschwister ihnen die Macht über die neuen Geschöpfe versagten und die Rassen vor der Vergänglichkeit schützten, die ihre Sphäre war. So kam es, dass Zwerge zwar von robuster Natur sind und sich eines langen Lebens von vielen Jahrhunderten erfreuen, jedoch nicht das unsterbliche Leben der Erstgeborenen besitzen. Gemäß dem Wesen ihrer Schöpfer hatten die Zwerge von Beginn an eine Affinität zur Elementarmagie und sie wählten die Hügel und Gebirge von Andaloria als ihre Heimat. Wieder waren die Götter sehr zufrieden mit ihrem Werk und eine Weile schauten sie den Bestrebungen der beiden Rassen mit Wohlwollen zu und lehrten sie viele Geheimnisse, die heute größtenteils vergessen sind.

Doch Dilara war immer noch nicht zufrieden mit der Macht, die sie über die Zwerge besaß, und so bediente sie sich ihrer Fähigkeiten in List und Tücke, um Akash zu einer weiteren Schöpfung zu überreden, die ihr zu mehr Einfluss verhelfen sollte als all ihren Geschwistern. Akash begann zu eben dieser Zeit, sich von seinem Bruder Aderan abzuwenden und seine Taten voller Neid und Missgunst zu betrachten. Insgeheim gab er seinem älteren Bruder schon lange die Schuld an ihrer Verbannung nach Nysan durch Nym und so stieß Dilara auf offene Ohren und ein verdorbenes Herz. So gelang es ihr schließlich Akash zu verführen und zusammen schufen sie aus dem Äther sowie der Sphäre des Nichtseins die abscheuliche Rasse der Orks, deren einziges Ziel die Knechtung und Vernichtung der anderen Rassen war.

Von hässlicher Gestalt waren sie, denn sie spiegelten den Charakter ihrer Schöpfer wider, doch zugleich waren sie dumm und von kräftiger, muskulöser Statur, denen die anderen Rassen wenig entgegenzusetzen hatten. Die Angst und der Schrecken, die die Orks umgehend in Andaloria verbreiteten, brachten ihnen den Beinamen die Zerstörer ein. Ihre Lebensspanne war kurz, denn ein langes Leben auf Nysan wäre ihnen durch ihre kriegerische Natur ohnehin nicht vergönnt gewesen. Wie ihre Schöpfer liebten die Orks die Macht der Vernichtung und bevorzugten die Todesmagie als Mittel der Zerstörung. Mit ihrem Tod würde jede einzelne Kreatur in die Domäne von Dilara und Somnos geraten und somit ihren Einfluss auf Nysan stärken. Doch Somnos war entsetzt über die Taten und Pläne von Akash und Dilara und verriet diese an seine Geschwister.

Aderan mochte es zunächst kaum glauben, denn ihn schmerzte der Verrat von Akash sehr. Doch Somnos rief Aderan zur Besinnung und bot ihm seine Hilfe bei der Erschaffung einer weiteren Rasse an, die einen Gegenpol zu den Orks bilden und dafür sorgen sollte, dass die Todesmagie nicht uneingeschränkt von Akash und Dilara missbraucht werden konnte. Novero jedoch war gegen eine erneute göttliche Intervention, die in seinen Augen nicht anders war als die Taten von Akash und Dilara. Frustriert über die Uneinsichtigkeit von Aderan und Somnos, warnte Novero Akash und Dilara, die jedoch die Schöpfung einer weiteren Rasse nicht mehr verhindern konnten. So erblickten die Tauren das Licht der Welt, die nach dem Willen ihrer Schöpfer wie die Orks eine besondere Begabung für die Todesmagie hatten. In ihrer Statur ähnelten sie ihren verdorbenen Geschwistern, waren groß und kräftig und von Furcht einflößender Gestalt. Doch konnte man sie nicht als hässlich bezeichnen und sie wurden getrieben von dem Bedürfnis, die Wunder Nysans zu schützen und das Leid der Rassen zu lindern, was ihnen zu dem Beinamen die Bewahrer verhalf. Ihr Gemüt war ruhig und besonnen, wenn auch ihre Gedankengänge oft langsam waren. Zwar erfreuten sie sich einer längeren Lebensspanne als die Orks, doch fanden sie zumeist ebenfalls den raschen Tod auf dem Schlachtfeld.

Als Nym bemerkte, welch Chaos ihre Kinder auf Nysan angerichtet hatte, erschrak sie und wurde sehr zornig. Denn die Schöpfung von lebenden, denkenden und fühlenden Rassen nach dem Ebenbild der Götter, nur um diese in Krieg, Leid und Chaos zu stürzen, war in den Augen der Urschöpferin ein grausamer Frevel, für den es keine Entschuldigung gab. Enttäuscht und verbittert über die egoistischen Handlungen ihrer Töchter und Söhne, von denen kein einziger den Sinn und Zweck der Schöpfungen Nyms zu begreifen schien, wandte sie sich von ihren Kindern ab und überließ sie und Nysan ihrem Schicksal.

Der Bruch der Völker

Von Zorn und Trauer erfüllt, gaben sich Aderan und Akash gegenseitig die Schuld an der Abkehr Nyms von ihren Kindern und versuchten jeweils, ihre göttlichen Geschwister und die Rassen Nysans für sich einzunehmen. So kam es, dass sich Hestos, Thermena, Fluvus, Aivana, Inara und Somnos auf die Seite von Aderan stellten, während Fenora, Rondok, Lakia, Torkas, Novero und Dilara Akash die Treue hielten. Auch unter den Völkern Nysans kam es zum Bruch, denn Akash lockte Elfen und Zwerge mit Versprechungen nach Macht, Reichtum und der Enthüllung weiterer göttlicher Geheimnisse. Einige Elfen ließen sich von Akash verführen, folgten seinen dunklen Pfaden und gaben sich den Namen Alben. Die elfischen Anhänger Aderans hingegen nannten sich fortan Elben und vergaßen nie den Verrat ihrer Schwestern und Brüder, der das unsterbliche Volk entzweit hatte. Auch bei den Zwergen fand Akash einige Anhänger und vergiftete ihre Taten und Gedanken, weswegen sie heute unter dem Namen Dunkelzwerge bekannt sind. Nur bei den Tauren stieß Akash auf Taube Ohren, wie es auch Aderan nicht vermochte, die Orks auf seine Seite zu ziehen.

Doch dann passierte etwas, was keiner der Götter vorausgesehen hatte. Nysan selbst bäumte sich unter dem Streit der Götter und dem Leiden der Rassen auf und so kam es, dass in allen Teilen Andalorias nach und nach eine neue Rasse erschien: die Menschen. Die Lebensspanne dieser neuen Rasse war denen der Tauren und Orks überlegen, doch nicht so groß wie die der Zwerge. Außerdem zeigten sie keine besondere Affinität für eine besondere Magierichtung, sondern konnten alle bekannten Sphären meistern. Ihr Äußeres war so vielfältig wie Nysan selbst und sie ließen sich in jedem freien Winkel der Welt nieder, egal welche Völker sie dort antrafen. Dementsprechend lernten sie von den Meistern jeder Rasse die Geheimnisse der Völker und lernten rasch, doch brachten sie es nicht zu der gleichen Perfektion wie ihre Lehrmeister. Entsprechend der Gesinnung ihrer befreundeten Nachbarn ergriffen die Menschen zum Teil für Aderan, zum Teil für Akash Partei. Heute sind die menschlichen Anhänger Akashs unter dem Namen Schatten bekannt.

Seit dieser Zeit herrscht in Andaloria ein göttlicher Wettstreit zwischen den Anhängern Aderans und Akashs, bei dem jeweils eine Seite versucht die Oberhand zu gewinnen. Doch jedes Mal, wenn eine der beiden Seiten die Oberhand zu gewinnen droht, versammeln sich die Götter der Gegenseite und führen ein mächtiges Ritual durch, an dessen Ende Andaloria und mit dem Urkontinent ganz Nysan wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt wird. Inmitten dieser turbulenten Ereignisse hat Euch Euer Volk dazu auserkoren, die Führung über eine seiner Städte in Andaloria zu übernehmen und für einen der beiden Zwillingsbrüder Partei zu ergreifen. Wohlan, führt Euer Volk zum Sieg und gewinnt die Gunst der Götter!

Siehe auch